Auf dem Siegeszug ist diese Rebsorte in Deutschland schon seit längerem. Zu Recht, denn dieser trockene Wein ist nachhaltig, vielschichtig und duftet nach Kirsche und Brombeere. Auf der Zunge erlebt man feine Aromen von Vanille und Nuss. Komplex in der Aromatik ist er ein vielseitiger Speisenbegleiter und tiefgründig, wenn er alleine genossen wird.
Damals und heute. Vom Winzerkeller in den Bocksbeutel
Die Heimat des Spätburgunders ist Burgund. Und auch wenn sein Name es nicht vermuten lässt, gehört der Spätburgunder vermutlich zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Der Anbau der Rebe ist dort seit dem vierten Jahrhundert dokumentiert. Also nennen wir ihn doch vielleicht lieber „Pinot Noir“ oder auch „Klevner“. Alles Synonyme für die Rotweinsorte.
Die wohl beste deutsche Rotweinsorte
Der Spätburgunder trägt auch den Beinamen edel in seiner Rebe. Er gilt als die wohl beste deutsche Rotweinsorte. Wen mag es da verwundern, dass er auch für den Champagner eine äußerst wichtige Rebsorte ist. Und das wahrlich zu Recht. Denn Spitzenweine aus Burgund können sehr langlebig sein und entwickeln dann außerordentlich komplexe Aromen.
Aus der Rebe im Weinberg werden Frankenweine
Die edle und sehr alte Sorte des Spätburgunders verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Ein wenig standesgemäß sollte man nun mal sein. Und so gedeiht sie auch am Besten in den besten, den so genannten Rieslinglagen. Sind die Wuchsbedingungen gut, läuft sie zur Hochform auf und lohnt die Mühe mit den schönsten Rotweinen der Welt. Werden die Trauben nach der Lese sofort abgepresst, so lässt sich aus dem hellen Saft ein „Blancs de Noirs“, ein Weißwein aus dunklen Trauben herstellen.


Die WeinGalerie bietet dem Weinfreund eine optimale Möglichkeit zu erkennen, welcher Wein für den jeweiligen Anlass der Richtige ist. Und das ganz einfach, mit nur einem Blick auf den Beraterpunkt auf der Flasche.