Silvaner

Silvaner

Frankenwein ist Silvaner – und das schmeckt man. Es gibt wohl kaum ein anderes Anbaugebiet in Deutschland, in dem sich der Silvaner so wohl fühlt wie in Franken. Deshalb zeigt er sich hier von seiner besten Seite und bringt wundervolle, feinfruchtige Weine hervor.

Damals und heute. Vom Winzerkeller in den Bocksbeutel
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Silvaner Mitte des 17. Jahrhunderts im fränkischen Obereisenheim. Er entstand auf natürliche Art aus einer Kreuzung der Sorten Traminer und Österreichisch-Weiss. Der Bestandteil des Österreichisch-Weiss erklärt auch das Synonym “Österreicher”.

Aus der Rebe im Weinberg werden Frankenweine
Der Silvaner ist besonders in Franken zuhause. Hier hält er einen Anteil von 30 Prozent der bestockten fränkischen Rebfläche. Damit ist er die fränkische Traditionsrebsorte schlechthin. Der Silvaner ist Frankenwein. Durch seine dezente Art lassen sich die Einflüsse der verschiedenen Bodenarten hier besonders gut erkennen. Hier wird auch der Charakter des Weines stark geprägt, der sich abhängig zeigt von Standort und Bodenbeschaffenheit. Auf Lehmböden werden sie oft neutral, dagegen entstehen auf Verwitterungsböden feine, elegante Weine. So lässt sich auch gut erklären, warum man den Silvaner gerne als erdigen Typ bezeichnet.