Schwarzriesling

Schwarzriesling

Der Schwarzriesling ist ein Kind aus der Burgunderfamilie – und nicht etwa, wie sich vermuten ließe ein roter Riesling. Mit feiner Frucht und weicher Säure haben wir hier einen sehr samtigen Rotwein im Glas. Typische Aromen sind Kirsche, Himbeere und Johannisbeere.

Damals und heute. Vom Winzerkeller in den Bocksbeutel
Der Ursprung des Schwarzrieslings liegt in Burgund und ist bereits 400 Jahre dort bekannt. Doch hat er sich entwickelt, weg von dem blauen Spätburgunder von dem er stammt. Woran man seine Entwicklung erkennt? Vor allem ist er zu erkennen an den Blättern. Die sind an der Unterseite stark behaart. Da diese Blätter aussehen, als wären sie mit Mehl bestäubt, trägt die Rebe in Frankreich auch den Namen Müllerrebe (Pinot Meunier).

Mehr als nur ein Rotwein
Der Schwarzriesling ist ein hohes Tier. Er ist eine der Grundrebsorten jeden Champagners und Bestandteil vieler Champagnercuvées. Und dabei kommt er doch aus einer Gegend, in der der Rotwein nicht einmal als Qualitätswein zugelassen ist. Doch das Kind aus der Burgunderfamilie hat sich hochgearbeitet. Rebe für Rebe, Weinberg für Weinberg.

Aus der Rebe im Weinberg werden Frankenweine
Der Name Schwarzriesling verwirrt. Nimmt man doch schnell eine entfernte Verwandtschaft zum Riesling an. Doch der Rotwein kocht ganz klar sein eigenes Süppchen. Mit der Weißweinrebe hat der Schwarzriesling nur Wuchs, Form und die späte Reife der Trauben gemeinsam.