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Das richtige Glas

Das richtige Glas

06.06.2010 |  von admin  |  Weintipp  |  , , , , , , ,

Die Anatomie des Glases

Der Kelch ist für den Wein da und dient nur ihm. Je edler der Wein, umso feiner soll auch die Qualität des Materials sein. Ein hauchdünnes Glas wirkt beim Trinken vornehm und edel, ein di­ckes fühlt sich grob und plump an. Das Glas muss klar, farblos und unverziert sein. Farbige und geschliffene Gläser stören oder zerstö­ren die Farbe und das Leuchten des Weins. Der Kelch eines Weinglases ist bauchig, damit sich der Wein gut in ihm entfalten kann. Aus diesem Grund schenkt man auch nur bis zur breitesten Stelle ein. Das entspricht in einem gut geformten Glas etwa einem Drittel der Höhe des Kelchs. So kann man den Wein problemlos im Glas schwenken, ohne Unheil anzurichten. Deshalb muss das Glas auch oben enger werden. Die enge Öffnung sammelt zudem die Aromen an der Stelle, wo wir die Nase ins Glas stecken.

Der Stiel wurde erfunden, damit man das Glas daran halten kann, und das sollte man auch tun. Der Stiel muss so lang sein, dass eine Männerhand ihn bequem mit zwei Fingern fassen kann. Ein etwas längerer Stiel unterstützt das Schwenken des Weins und sieht zu­dem elegant aus. Wer das Glas am Kelch hält, hinterlässt unschöne Fingerabdrücke, verdeckt den ungehinderten Blick auf den Wein und erwärmt ihn.

Der Fuß dient zum Abstellen des Glases. Wer das Glas am Fuß hält, outet sich als Möchtegernprofi.

hier können Sie sich die Anatomie des Weinglases herunterladen.

Durch die Öffnung erreichen die Duftstoffe unsere Nase und der Wein unsere Lippen. Sie kann weit oder eng gestaltet sein, je nachdem, wie sehr der Duft gesammelt und wohin der Wein im Mund gelenkt werden soll.

Der Kamin ist der Raum über dem Wein im Glas. Hier verbindet sich die Duftwolke, die vom Wein aufsteigt, mit der Luft im Glas. Der Kamin muss auch genügend Raum bieten, damit der Wein ge­fahrlos geschwenkt werden kann.

Der Durchmesser ist die breiteste Stelle im Glas. Er bestimmt, wie groß die Kontaktfläche zwischen Wein und Luft ist.

Mit Volumen bezeichnen wir das Fassungsvermö­gen des Glases, wenn korrekt eingeschenkt wurde.

Häufige Fehler

Ungeeignet für den ungetrübten Genuss von Wein sind Becher­gläser, ihnen fehlt nicht nur der Stiel, sie werden meist auch nach oben hin weiter. Gläser mit Stiel, aber einer weiten Öffnung sollten Sie ebenfalls nicht verwenden. Und wer einen Schaumwein richtig genießen möchte, lässt die Sektschale im Schrank, die Perlen sind im Nu verschwunden und die Aromastoffe mit ihnen. Auch ein Süß­wein kann sein Potenzial in einer weiten Likörschale nicht zeigen.

Pflege und Aufbewahrung

Nicht alle Gläser, die man frisch aus dem Schrank holt, duften neu­tral, viele riechen oder stinken. Das kann am intensiven Spülmittel liegen, am ungenügenden Nachspülen oder auch an der Umgebung, etwa einem duftenden Schrankpapier oder einem sehr intensiven Holzaroma. Im Schrank müssen die Gläser grundsätzlich aufrecht stehen, sonst beginnt die eingeschlossene Luft muffig zu riechen.

Quelle: Die große Hallwag Weinschule (EUR 29,90), Verlag: Gräfe & Unzer; Auflage: 3., Aufl. (September 2004) – ISBN-10: 3774266964 / ISBN-13: 978-3774266964

Glaspflege

Glaspflege

06.04.2010 |  von admin  |  Weintipp  |  , , ,

Reinigung von Hand:

Die Gläser mit warmem Wasser und wenig Spülmittel spülen und anschließend mit klarem Wasser die Spülmittelreste sorgfältig entfernen. Wichtig ist, dass die Gläser völlig rückstandsfrei sind.

Tipps für die Spülmaschine:
• die Maschine (inkl. Siebeinsätzen, Düsen und Spülarmen) sauber halten.
• keine Speisereste in die Maschine.
• auf die für die jeweilige Wasserqualität empfohlene Enthärtung,Teil- oder Vollentsalzung achten.
• Nach dem Spülgang die Maschine sofort öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
• Beim Entnehmen der Gläser darauf achten, dass keine Fingerabdrücke auf dem Glas zurückbleiben. Hierzu idealerweise am Stiel oder Bodenteller anfassen.
• Es sollte im Allgemeinen das schonendste Programm gewählt werden.

Nachtrocknen / Polieren:
• nur Geschirrtücher aus fusselfreiem Material verwenden, optimal ist reines Leinen.
• Das Poliertuch nicht zweckentfremden, um Geruchs- und Fettrückstände auszuschließen
• Geschirrtücher sollen generell ohne Zugabe von Stärke und Weichspüler gewaschen werden.
• Vor allem dünne und mundgeblasene Gläser sollen getrennt nach Glaskelch und Fuß poliert werden.
• Niemals das Glas am Bodenteller halten und den Kelch polieren. Der Druck kann zum Stielbruch führen
• Die Hände müssen absolut sauber sein.
• Gläser niemals mit Reinigungsmitteln besprühen oder anhauchen. Ggf. leicht mit Wasserdampf befeuchten.
• Zur Kontrolle der Polierergebnisse das Glas leicht gegen das Licht halten.